Summendes Netzwerk in Oberösterreich wächst

Sie lassen ihre Orte aufblühen: 14 neue „Bienenfreundliche Gemeinden“ sind am vergangenen Dienstag (6. Juli) von Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder und Mag. Norbert Rainer vom Klimabündnis OÖ im Botanischen Garten Linz ausgezeichnet worden.

bienenf gemeinde logoDas Projekt Bienenfreundliche Gemeinde wurde als Pilot im Jahr 2016 mit sechs Gemeinden gestartet. Das Gemeinde-Netzwerk wächst kräftig weiter – mehr als 60 oberösterreichische Gemeinden über alle Bezirke setzen sich nunmehr schon aktiv für den Bienenschutz und die Artenvielfalt ein: Sie verzichten mit Unterstützung des Bodenbündnis OÖ auf Pflanzenschutzmittel auf öffentlichen Grünflächen, bepflanzen diese bienenfreundlich oder laden die Bevölkerung ein, auch ihre Hausgärten in kleine Oasen für Insekten zu verwandeln. Auch die Landeshauptstadt Linz ist dabei – Bürgermeister Klaus Luger, Vizebürgermeister Bernhard Baier und Umweltstadträtin Eva Schobesberger nahmen die Auszeichnung entgegen.

Landesrat Stefan Kaineder: „Ich finde es beeindruckend, wie engagiert sich die ausgezeichneten Gemeinden für den Schutz und Erhalt der Bienen und Insekten einsetzen und ihre Orte zum Aufblühen bringen. Unsere Bienenfreundlichen Gemeinden sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt, und beweisen, dass es auch ohne Umweltgifte geht. Sie zeigen als Vorreiterinnen und Vorreiter auf, wie Bienen- und Umweltschutz im öffentlichen Raum funktioniert. Drei Viertel unserer Nutzpflanzen sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Somit hat das Bienen- und Insektensterben auch einen enormen Einfluss auf den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Ich bedanke mich bei allen teilnehmenden Gemeinden, die mit ihrem Engagement bewusst gegen diese Entwicklung vorgehen“.

Gemeinden sind Vorbilder, Vermittler/innen und Bewusstseinsbildner/innen und können so vor Ort eine Schlüsselfunktion einnehmen. Bei einer Begehung werden im Projekt konkrete Flächen gesucht und Vorschläge erstellt, wie öffentliche Flächen durch mehr heimische, bienenfreundliche Pflanzen aufblühen können.Unbenannt 2

„Sorgsamer Umgang mit Boden und unserernArtenvielfalt wird für immer mehr Menschen ein Herzensanliegen. Das bestätigt auch dieses Jahr, wo sich unter schwierigen Bedingungen trotzdem in den 14 neuen Gemeinden viele Menschen für das Projekt Bienenfreundliche Gemeinde engagiert haben“, so Projekt-Koordinatorin Gerlinde Larndorfer vom Bodenbündnis OÖ.

Ausgezeichnete Gemeinden 2021:
Altenberg bei Linz, Attnang-Puchheim, Bad Goisern, Hartkirchen, Helpfau-Uttendorf, Linz, Mondsee, Neukirchen a.d.Enknach, Neumarkt im Mühlkreis, Obernberg am Inn, St. Lorenz, Vöcklamarkt, Wilhering, Windhaag bei Perg

Das Bodenbündnis
ist ein europäisches Netzwerk von Gemeinden, Städten und Institutionen, die sich für Bodenschutz und Artenvielfalt einsetzen. Alleine in Oberösterreich bekennen sich bereits über 70 Gemeinden und 8 Institutionen zu den Zielen des Bodenbündnisses. Im Rahmen des Bodenbündnis ist das Netzwerk der „Bienenfreundlichen Gemeinden“ entstanden mit rund 60 aktiven Gemeinden.

Nähere Infos: Oberoesterreich.bodenbuendnis.or.at
oder bienenfreundlich.at

Foto (rechts oben): Marktgemeinde Mondsee

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