Neues zur Moria-Strategie von Mondseeland-Aktivisten

Neues zur Moria-Strategie von Mondseeland-Aktivisten

MONDSEE. Zunächst Neues aus Moria: 250 Warmwasserduschen, ansonsten nur Kübelduschen mit kaltem Wasser. Ein kleines Frühstück und eine gekochte, oft nicht warme Mahlzeit. Wässerige Suppen, viel zu kleine Portionen. Das steht im jüngsten Vorort-Report von Doro Blancke zu lesen.

Nachrichten wie diese alarmieren auch im Mondseeland. Der Arbeitskreis Moria versucht zu helfen. Doch die Unterstützung der Gemeinden des Mondseelandes scheint nur lauwarm zu sein. Mit Schreiben vom 17.12.2020 informierte die Marktgemeinde Mondsee die Bundesregierung darüber, dass der Gemeinderat sich mehrheitlich für eine Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria ausgesprochen hatte. Eine Information, mehr nicht. Keine Forderung, die Aufnahme zu erlauben. Keine Forderung nach sonstiger Unterstützung. Und die Landgemeinden haben es bis heute nicht zustande gebracht, einen Brief (der Entwurf stammt vom Arbeitskreis) an die Bundesregierung zu schicken. Man müsse den Brief erst abändern, heißt es aus dem Rathaus der Landgemeinden. Muss das wirklich Wochen dauern?

ÖVP verärgert über Eibensteiner-Vorstoß
Stefan Eibensteiner (70), Amtsleiter i.R. der Landgemeinden Mondsee, hatte in einem Interview vor geraumer Zeit gemeint, man müsse sich als christlicher Mensch genau überlegen, ob man eine Partei (gemeint sind die Türkisen), die in ihrer Ideologie das christliche Element propagiert, angesichts ihrer Haltung gegenüber den Moria-Gestrandeten noch wählen könne. Das hatte – sagt Eibensteiner – teils heftige Reaktionen hervorgerufen. „Warum?“, fragt sich Stefan Eibensteiner. Der war übrigens langjähriger Aktivist in der Jungen ÖVP und hätte wegen seiner vielfältigen Aktivitäten auch im OÖ. Landtag landen können.

Neue Taktik für Moria
Derzeit sei man, so Eibensteiner, in Kontakt mit Doro Blancke, die sich in Moria aufhält. „Es gibt Familien mit Kindern, die über Asyl verfügen. Diese könnten wir mit einem Touristenvisum nach Österreich holen, und dann könnten sie hier um Asyl ansuchen“, sagt Stefan Eibensteiner über die neue Taktik des Arbeitskreises Moria der Pfarre Mondsee. Es sei Ziel, drei bis vier Familien herzuholen. Und es sei auch Ziel, Menschen, die nichts anderes wollen, als in Freiheit und ohne Furcht zu leben, eine Perspektive zu geben. „Eine Familie pro Gemeinde, das muss einfach machbar sein“, sagt Eibensteiner. Ob dieses Engagement allerdings von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt abzuwarten.

von Norbert Blaichinger

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