Blackout - wenn kein Strom mehr fließt

Blackout - wenn kein Strom mehr fließt

Viele Zeitungen machen es bereits zum Thema, große Informationskampagnen sind am laufen und auch das Bundesheer wappnet sich bereits für den eintretenden Notfall - „Blackout“. Der Zustand, wenn kein Strom mehr fließt.

Von einem Blackout spricht man, wenn die Stromversorgung großflächig ausfällt und zur Wiederversorgung koordinierte Teilnetzbildung und dezentraler Einsatz geeigneter Kraftwerke erforderlich werden. Längere Stromausfälle, wie wir sie auch in Oberösterreich nach teilweise heftigen Unwettern kennen, sind kein Blackout.

Mal abgesehen davon, dass wir auch von kleineren Stromausfällen schon wissen, dass keine elektrischen Geräte, Licht und die Internet- sowie Telefonverbindung nicht mehr funktionieren, hat ein Blackout weit massivere Effekte.
Denn binnen Stunden kippt das Kanalsystem und es beginnt vor allem in Ballungszentren sehr schnell zu stinken, es fließt kein Wasser mehr aus den Leitungen, und tiefgefrorene Lebensmitteln tauen auf und verderben. Dörfer und Städte verdunkeln und außerhalb von kamin- oder kachelofenbeheizten Räumen wird es rasch kalt.

Läden können nicht mehr öffnen, und werden auch nicht mehr beliefert. Tankstellen funktionieren nicht mehr - und auch Bankomat-Automaten sind außer Dienst. Der öffentliche Verkehr steht still - und das eigene Auto, wenn es nicht voll betankt ist, ebenso. Das Mobilfunknetz bricht innerhalb der ersten 24 Stunden zusammen und auch private Radiosender können nicht mehr senden, im Gegensatz zum ORF der auf einen solchen Ausnahmezustand eingerichtet ist.

Weitere ausführliche Informationen zu den 3 Phasen eines Blackouts findest du hier: Auswirkungen eines Blackouts

Umso wichtiger ist es deshalb, dass sowohl Gemeinden / Kommunen, Institutionen wie Krankenhäuser und Pflegeheime aber vor allem auch jede/r Einzelne von uns sich mit der Situation befassen - und am besten sich bereits jetzt schon darauf vorbereitet. Denn, je besser ein jede/r für diese Situation gewappnet ist - desto ruhiger kann eine solche Katastrophe verlaufen.

Was also braucht es, um gut durch eine solche Situation zu kommen? 
Als erstes einen Plan und gute Vorbereitung.
Es sollte bereits im Vorhinein familienintern geregelt sein, wer auf Hilfe angewiesen ist und wie man miteinander in Kontakt bleibt. Dies gilt natürlich auch für die Nachbarschaft und den Freundes- sowie Verwandtschaftskreis. Vor allem sei es primär wichtig im eintretenden Falle eines Blackouts Ruhe zu bewahren und keine unnötigen Ortswechsel durchzuführen! Ein Zuhausebleiben wird einstimmig von Experten empfohlen.

Experten als auch der Zivilschutz empfehlen weiters folgende technische Hilfsmittel immer im Haushalt zu haben: (siehe  "Krisenfester Haushalt - Bevorratung")

  • Notfallradio (mit Kurbelantrieb - Dynamo - oder batteriebetrieben)
  • Ersatzkochgelegenheiten 

    (Notkochstelle oder Fonduekocher / Campingkocher / Gasgrill)
  • Ersatzbeleuchtung 
(Kerzen, Zünder, Feuerzeug, Taschen- und Stirnlampen / Batterien)
  • Hygieneartikel wie Seifen, Müllsäcken, Notfall-Toilettenbeutel und Toilettenpapier
  • Medikamente, die jede Person eines Haushaltes benötigt

Lebensmittel und Wasservorrat:

  • Wasser/Getränke
  • 
Da Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen und für die Hygiene benötigt wird, empfehlen Experten für den Notvorrat 3 Liter pro Personen im Haushalt und Tag. Das scheint erstmal nicht gerade viel, summiert sich für zwei Wochen aber doch auf 42 Liter pro Person. In Literflaschen gerechnet ergibt dies dreieinhalb Kästen Mineralwasser - für jeden Bewohner!
  • Konserven, Dosenbrot, haltbare proteinreiche Produkte, etc.
 (WICHTIG: Alle Produkte müssen mindestens 1 Jahr haltbar sein!)

Außerdem empfehlen Experten folgende Vorsorge-Maßnahmen:
  • Notgepäck mit Kopien der wichtigsten Dokumente,
  • Haus-, Betriebs- und Fahrzeugapotheke (Verbandskasten und wichtige Medikamente)
  • Bargeldreserven
  • Decken, warme Kleidung

Weitere Checklisten sind im Blackoutfolder angeführt - siehe Familien-Notfallplan.

[Wichtiger Hinweis: Ein Notstromaggregat ist auch für den privaten Haushalt erhältlich, achten Sie aber auf die dafür notwendigen baulichen Maßnahmen und die erforderlichen Treibstoffbevorratung (begrenzte Haltbarkeit und Brandschutz)]

Mehr empfehlenswerte und informative Broschüren:
Vorsorgemaßnahmen und Tipps im Selbstschutztipp “Herausforderung Blackout” des Zivilschutzes Oberösterreich sowie den Sicherheits-Check „Stresstest im Haushalt

Wie gut sind die einzelnen Mondseeland-Gemeinden auf eine solche Notsituation vorbereitet? Darüber werden wir in den kommenden Tagen berichten ...


ML24.sh.sl

Quellen:
https://www.zivilschutz-ooe.at/
https://www.saurugg.net/blackout

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