Fliegen der einmalig kunstvollen Art

Kunstflugtrainings am Linzer Flughafen – ein österreichweit einmaliges Projekt!

Von vielen für unmöglich gehalten und doch professionelle Realität. Kunstflugpilot Johann Fesl trainiert am Linzer Flughafen mit seiner YAK 55 für Airshows.

Blaichinger Fesl 1Linien- und Charterbetrieb, Polizei- und ÖAMTC-Hubschrauber, private Charter, mehrere Flugschulen, Frachtflüge und dazu eine Jet- und Hubschrauberstaffel sowie eine Hercules der Austrian Airforce. Das alles macht den Flughafen Linz zu einem regionalen Luftfahrtzentrum, dessen Dimensionen nicht so wirklich bekannt sind. Und jetzt noch ein Pilot, der seine Kunstflugtrainings hier absolvieren will?

Kunstflug auf Flughäfen gibt es ja auf kontrollierten Flugplätzen kaum, wobei der Flughafen Linz hierbei eine Ausnahme darstellt, wie der Leiter der Flugsicherung Linz-Hörsching, Alex Pils, sagt: „Besonders die Jetpiloten der Austrian Airforce nutzen den Flugplatz immer wieder als Trainingsplatz für diverse Flugshows. Aus dieser Erfahrung heraus etablierten sich in der engen Zusammenarbeit zwischen Turm und Anflugkontrolle relativ einfache Verfahren, um eine Box, also einen Luftraum für Kunstflug zu reservieren und zeitlich passend in einen Zeit-Slot zu legen. Wesentlich sind uns drei Dinge: die geplante Flugdauer, die maximale Flughöhe und der laterale Platzbedarf. Gemeinsam mit dem Piloten wird dann die bestmögliche Lösung gefunden.“

Blaichinger Fesl 2Im Falle des Kunstfliegers Fesl heißt das: Er braucht für seine Trainings mehrmals pro Woche eine Box vom Boden bis max. 3000 ft für einen Zeitraum 10 bis 15 Minuten. Die täglich gezeigte Flexibilität der Flugsicherung erweist sich dabei als klarer Vorteil, wobei Johann Fesl auch den Sicherheitsaspekt betont. „Aus Sicherheitsgründen vorteilhaft gegenüber unkontrollierten Plätzen ist die Möglichkeit, die Displayhöhe auch bis Bodennähe permanent im Training zu fliegen und damit ein weiteres Sicherheitspolster für die Airshows aufzubauen.“ Anfangs übte Fesl noch über wenig besiedeltem Gebiet nahe des Flughafens, jetzt hat er seine Trainings direkt an den Flughafen verlegt. Dass dies Vorteile hat, bestätigt auch der Leiter der Flugsicherung. „Der Flug über die Piste hat auch einen besonderen Trainingseffekt, in einem etwaigen Notfall kann schneller zurückgelandet werden und sofort steht eine Crash-Crew bereit.“

Freilich sind die Kosten für Hangarierung auf Verkehrsflughäfen höher als sonst, und auch der Aufwand für Security Checks und Handling ist aufwendiger. Dennoch ist Fesl für diese kollegiale Kooperation, die einzigartig in Österreich ist, voll des Lobes. Sie sei professionell und beruhe auf kollegialer Kooperation. Und Alex Pils meint abschließend: „Unterm Strich ein sehr erfolgreiches Projekt, weil alle Beteiligten dahinterstehen und die Wünsche des anderen kennen. Man darf sich auf viele zukünftige professionelle Aerobatic Sessions von Johann Fesl über dem Flughafen Linz freuen.“

Von Norbert Blaichinger

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