Leserbrief von Jürgen Prasse / PULMO

Leserbrief von Jürgen Prasse / PULMO

Geschätzte Bevölkerung des Mondseelandes,

aufgrund der Kommentare von Thomas Ebner und Wolfgang Kurzwernhart zum Bericht von RH vom 3.8.2020 sehe ich mich als langjähriger Gemeindevorstand veranlasst, meine persönliche Meinung dazu abzugeben.


Das mittlerweile äußerst leidige Thema "Covid-19" ist zwar absolut NICHT dazu angetan, auch auf höherer Ebene parteipolitisch zugeordnet zu werden, allerdings bleibt es dabei wohl nur bei einem frommen Wunsch.

Begriffen wie "Vorsicht, Zuversicht, Hirn und Hausverstand", wie sie Thomas Ebner erwähnt, stehen Angst- und Panikmache, Fehlinterpretationen tatsachlicher Zahlen und Fakten, widerrechtliche Einschränkungen der Grundrechte, Diskreditierung ungeliebter anderer Meinungen, unterschiedliche Bewertung des Demonstrationsrechtes, mangelndes Vertrauen in die Eigenverantwortung der Bevölkerung, Gefährdung der wirtschaftlichen Existenzen sowohl ganzer Branchen aber auch vieler einzelner Dienstgeber und deren Beschäftigten, erschwerte Kinderbetreuung durch fragwürdige Schließung von Kindergärten und Schulen, Ohnmacht und Frustration, aber auch mangelndes Vertrauen in irrwitzige Verordnungen, wie fragwürdige weil grotesk formulierte "Maskenpflicht", fehlerhafte "Massentests", verwirrende Quarantäneanordnungen, bis hin zum Aufruf zum Widerstand gegen vermeintliche Selbstbeweihräucherung und politische Willkür, gegenüber.

Diese Aufzählung, die natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, geschweige denn als Wertung gilt, soll nur verdeutlichen, wie schwer es in dieser Ausnahmesituation ist, den (auch zitierten) "Hausverstand" zu gebrauchen, es sei denn, man bezieht diesen nur auf die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln sowie der gezielten (aber vor allem ordnungsgemäßen) Verwendung des Mund- und Nasenschutzes! Dürfte kein Problem darstellen, wenn man kein Feind von allgemeinen "Anstandsregeln" ist!

Doch nun zurück zum Thema "Veranstaltungsabsagen am Marktplatz in Mondsee":
Wenn Thomas Ebner die Sorgen um die "Gerüchteküche" plagen, sollte man sich Gedanken machen, wie diese Gerüchte entstehen bzw. warum man diesen nicht durch aktuellste Informationen entgegenwirkt?!
Obwohl die Informationswilligkeit in der Marktgemeinde Mondsee seit dem Bürgermeisterwechsel im Oktober 2019 merklich gestiegen ist, kann man sich irgendwie des Eindrucks nicht erwehren, dass diese eher einem "Dauerwahlkampf" Wendtners, als einer objektiven Berichterstattung gleichkommt!

Man muss Wendtner zwar anerkennend zugestehen, dass er enormen Einsatzwillen und Fleiß an den Tag legt, allerdings sollte trotzdem nicht der Eindruck entstehen, nur er würde sich für unsere Gemeinde einsetzen. DER Bürgermeister ist nicht gleich DIE Gemeinde! Warum erwähne ich das jetzt? Weil unser Bürgermeister bislang kaum eine Gelegenheit ungenützt ließ, sich ins Rampenlicht zu stellen, seinen "persönlichen Erfolg", die Veranstaltung zur Amtseinführung des neuen Bezirkshauptmannes nach Mondsee "gezogen" zu haben, indes aber sogar dem Gemeindevorstand erst im Nachhinein mitteilte. Leider wurde auch da noch nicht bekanntgegeben, dass diese Festivität zu einer (wenngleich Gott sei Dank negativen) Testung der Bürgermeister unserer Landgemeinden führte. Hätte Wendtner also den naheliegenden Weg beschritten, sowohl die Vorstandskollegen wie auch die Bevölkerung ZEITNAH über diesen Vorfall bzw. die daraus entstandenen Folgen zu informieren, hätte man sich wohl einiges an Gerüchten erspart!

Ähnlich die Absage der Veranstaltungen bis 10.8.2020: Auf der "Facebook"-Seite der Marktgemeinde war nur lapidar zu lesen "wurde aus Sicherheitsgründen beschlossen, die Veranstaltungen....abzusagen". Unser Gemeindevorstand war nicht informiert, WER dies beschlossen hatte. Erst der Hinweis von Thomas Ebner, dass die Maßnahme vom Tourismusverband mit der Gastronomie und den betroffenen Vereinen (aber auch mit "der Gemeinde", sprich dem Bürgermeister) abgesprochen worden sei, brachte Klarheit.

Unbeantwortet blieb allerdings die berechtigte Frage, warum der dreitägige Töpfermarkt trotzdem vom 3. bis incl. 5.8. abgehalten werden durfte, wo doch von ALLEN Veranstaltungen die Rede war!? Ich persönlich fand es übrigens gut, dass man diesen „Markt“ abhielt, da die Stände weit auseinandergezogen aufgestellt waren, und daher die Abstände (auch ohne Masken) locker einzuhalten waren.

Wenn man also versucht, gewisse Dinge unter "der Decke" zu halten, diese aber irgendwie dann doch zu Tage treten, braucht man sich über Gerüchte nicht zu wundern. Mein Tipp (unabdingbar auch für eine GEDEIHLICHE ZUSAMMENARBEIT innerhalb unserer Gemeinde) daher: Transparenz und aktueller Informationsaustausch!


Zusammenfassend kann ich die Aussage Ebners, wonach wir zu lernen haben, MIT diesem Virus zu leben, nur unterstreichen, allerdings sollte dies jedenfalls OHNE „Angst- und Panikmache“, aber dafür MIT sinnvollen und zeitgerechten Erklärungen erfolgen.


Auf das wir alle gesund bleiben mögen,
liebe Grüße Jürgen Prasse,
Fraktionsobmann der PULMO im Mondseer Gemeinderat!

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