Spurensuche - Der Fall Alois Wesenauer Teil 2

Spurensuche - Der Fall Alois Wesenauer Teil 2

Erinnerungen von Norbert Blaichinger, der in der Sache Wesenauer recherchiert hat.

Im November 1991 beginne ich mit meinen Nachforschungen und wende mich an den damaligen österreichischen Konsul in Miami, Dr. Arthur Karlick. Da ich keine Chance habe, auf direktem Weg etwas über die Tauchschule auf St. Thomas zu erfahren, versuche ich mit Hilfe von Karlick, die ehemaligen Schwiegereltern von Wesenauer zu kontaktieren. Damals gab es für den Normalbürger nur zwei Wege, Recherchen voran zu treiben. Einer war der Briefkontakt, ein zweiter der Telefonkontakt. Beide Wege habe ich genutzt, Internet steckte jedenfalls für mich noch in den Kinderschuhen. Heute kann man ganz anders recherchieren. Direkt, unter Nutzung aller Elektronik.

Dr. Karlick gelingt es, mit dem Vater von Alicia Kontakt aufzunehmen. Der sagt, die Ehe wäre bereits 1983 geschieden worden. Seit der Scheidung habe man nichts mehr vom ehemaligen Schwiegersohn gehört. In einem weiteren Briefwechsel mit dem Konsul versuche ich, Hintergründe zu erfahren. Der Erfolg bleibt aus. Gleichzeitig platziere ich Beiträge in mehreren Medien. Wieder ohne Erfolg.

Außenminister Mock versucht zu helfen.
Dann sehe ich einen Silberstreif am Horizont. Im Oktober kontaktiere ich den damaligen Außenminister Alois Mock mit der Bitte um Unterstützung. Der schafft es, über den österreichischen Botschafter in Washington, einen Geschäftspartner Wesenauers mit Namen Andrew Holub zu eruieren. Holub verspricht, sich nach Rückkehr von einer Geschäftsreise bei der österreichischen Botschaft zu melden, was er jedoch nicht tut. Später konnte er es auch nicht mehr tun. Er verstarb 2002 bei einem Flugzeugabsturz.

Der nächste Versuch.
Auf deutschen privaten TV-Sendern laufen damals Sendungen, wo nach Vermissten gesucht wird. BITTE MELDE DICH mit Jörg Wontorra und SPURLOS mit Charles Brauer. Einfach die Unterlagen hinschicken und warten, ob sich etwas tut, denke ich. Es bleibt beim Versuch. Keine Reaktion. Wäre ja auch zu schön gewesen.

15 Jahre später.
Hans Wesenauer lernt einen Man aus der Filmcrew kennen, die rund um den Irrsee neue Serien der Krimikomödie „Vier Frauen und ein Todesfall“ dreht. Hans erzählt vom Verschwinden seines Bruders. Der Filmemacher schafft es tatsächlich per E-Mail mit Tauchclubs auf den Virgin Islands in Kontakt zu treten und schafft es auch, mit einem Mann, der ab 1978 auf St. Thomas gelebt und mit Loui A. Wesenauer zvergessen vermisst verschlamptusammengearbeitet haben will, Kontakt aufzunehmen.

Wie es mit dieser Spur weiter ging, lesen Sie in der nächsten Ausgabe.

Sie sind interessiert an Geschichten wie diese? Lesen Sie sie in dem Buch von Norbert Blaichinger „Vergessen, vermisst, verschlampt, Edition Innsalz 2013, erhältlich bei Trafik Schwaighofer (Mondsee) sowie Trafik Lettner und Postpartner Eppel (Zell am Moos).

Nächste Ausgabe: Hoffnung – oder doch keine?

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