Premiere im Schloss Mondsee: Frühlings- und Ostermarkt bringt Handwerk, Kulinarik und Geschichte
Im Schloss Mondsee wird heuer erstmals ein Frühlings- und Ostermarkt veranstaltet – und der könnte sich schnell zu einem neuen Frühlingshighlight für Mondsee und die gesamte Region entwickeln.
Im Gespräch mit ML24 erzählen Gerald Kienesberger, Hausherr des Schlosses Mondsee, und Sarah Kienesberger, wie die Idee entstanden ist und was Besucher erwartet.
Über 60 Aussteller, Kunsthandwerk, Kulinarik und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sollen an zwei Wochenenden Leben in die historischen Mauern bringen. Initiiert wurde der Markt von Gerald Kienesberger und seinem Team, unterstützt vom Tourismusverband Mondsee-Irrsee.
Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung: Während Mondsee im Sommer zahlreiche Veranstaltungen bietet und im Winter mehrere Adventmärkte im Ort und im gesamten Salzkammergut stattfinden, war der Frühling bislang eher ruhig.
„Wir haben uns schon länger überlegt, was man im Frühling in Mondsee machen könnte“, erzählt Gerald Kienesberger im Gespräch. „Der Frühling war im Veranstaltungskalender noch eine Lücke – und da hat ein Frühlings- und Ostermarkt einfach perfekt gepasst.“
Ein großer Vorteil des Schlosses ist dabei seine besondere Architektur. Viele Bereiche können indoor genutzt werden, sodass der Markt weitgehend wetterunabhängig stattfindet – ein nicht zu unterschätzender Faktor rund um Ostern.
Markt in historischer Schlosskulisse
Der Frühlings- und Ostermarkt verteilt sich über mehrere Bereiche des Schlosses. Besucher gelangen zunächst über den Eingang vom Kirchenplatz, neben dem Benediktus, in den Innenhof, wo auch eine Bühne für verschiedenen Programmpunkten aufgebaut ist. Von dort führt der Weg weiter durch den historischen Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert bis in die Säulenhalle.
Insgesamt präsentieren dort über 60 Aussteller ihre Produkte – ein beeindruckender Start für die Premiere des Marktes. Der Schwerpunkt liegt bewusst auf Kunsthandwerk und handgemachten Produkten. Besucher finden unter anderem Schmuck, handgemachte Seifen, Osterdekoration, Holzarbeiten und viele kreative Handwerksstücke. Ergänzt wird das Angebot durch kulinarische Stände mit Wein, Schnaps und regionalen Spezialitäten.
„Uns war wichtig, dass das kein reiner Verkaufsmarkt wird“, sagt Kienesberger. „Die Menschen sollen hier auch etwas erleben und einen schönen Tag im Schloss verbringen.“
Rahmenprogramm für die ganze Familie
Dafür sorgt ein umfangreiches Rahmenprogramm. Eine historische Gruppe aus Burghausen bringt am ersten Wochenende mittelalterliche Atmosphäre ins Schloss und sorgt mit Schwertkämpfen und einem Kinderarmbrustschießstand für Unterhaltung. Dazu kommen musikalische Beiträge sowie verschiedene Programmpunkte für Kinder.

Ein besonderes Highlight des Frühlings- und Ostermarkts wird auch eine Ausstellung historischer Kutschen sein. Viele dieser Fahrzeuge waren früher tatsächlich im Besitz des Schlosses Mondsee und prägten einst das Ortsbild.
Der Altbürgermeister von Tiefgraben, Matthias Reindl, hat einen Großteil dieser Kutschen in den vergangenen Jahren gesammelt und bewahrt sie heute in einer privaten Sammlung. Für den Markt stellt er nun einige der schönsten Stücke wieder im Schloss aus. Damit kehren die historischen Fahrzeuge gewissermaßen an ihren ursprünglichen Ort zurück – ein Detail, das nicht nur Geschichtsinteressierte besonders freuen dürfte.
Kulinarik und Weinflohmarkt im Schlosskeller
Auch kulinarisch hat der Frühlings- und Ostermarkt einiges zu bieten. Besucher können am Samstag und Sonntag einen gemütlichen Frühstücksbrunch genießen oder die Gastronomie im Schloss entdecken – etwa im AURA, wo Sushi- und Tapas-Gustationen serviert werden, oder bei traditionellen Spezialitäten im Benediktus.
Ein besonderes Highlight erwartet die Gäste im historischen Weinkeller: Dort findet ein Weinflohmarkt mit Verkauf statt, bei dem ausgewählte Weine verkostet und zu besonders attraktiven Preisen erworben werden können. Schon allein der Besuch des über 1000 Jahre alten Schlosskellers macht diesen Teil des Marktes zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Ein Markt mit Zukunft
Natürlich hoffen die Veranstalter, dass sich der Frühlings- und Ostermarkt langfristig im Mondseer Veranstaltungskalender etabliert. Für die erste Ausgabe zeigt man sich mit über 60 Ausstellern bereits sehr zufrieden.
Auf die Frage, was man sich für kommende Märkte noch wünschen würde, muss Kienesberger schmunzeln. „Vielleicht darf man das ja schon jetzt ans Christkind weitergeben“, sagt er. „Wir würden uns freuen, wenn sich künftig noch mehr bäuerliche Standler und Produzenten aus der Region beteiligen.“
Gerade regionale Produkte könnten dem Markt in den nächsten Jahren noch eine zusätzliche Note verleihen. „Wenn Bauern oder kleine Produzenten aus der Umgebung ihre Produkte präsentieren, wäre das eine schöne Ergänzung“, so Kienesberger.
Eintritt und Besuch
Ein Thema, das bei neuen Veranstaltungen immer wieder diskutiert wird, ist der Eintrittspreis. Für den Frühlings- und Ostermarkt im Schloss Mondsee beträgt dieser sechs Euro (12 Euro für beide Wochenenden), Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt.
Für die Veranstalter ist dieser Beitrag notwendig, um den organisatorischen Aufwand abzudecken. Gleichzeitig wollte man die Standgebühren bewusst moderat halten, damit möglichst viele kleine Handwerksbetriebe teilnehmen können. Der Eintritt soll daher dazu beitragen, dass Besucher ein rundes Erlebnis mit Programm, Vorführungen und besonderer Atmosphäre im historischen Schloss genießen können.
Wer den Markt besucht, sollte sich ruhig etwas Zeit nehmen. Durch die verschiedenen Räume, Aussteller und Programmpunkte lohnt es sich, das Schloss in Ruhe zu erkunden. Viele Besucher verbinden den Markt auch mit einem kleinen Spaziergang durch Mondsee – etwa vom Seeufer hinauf zum Schloss – und machen daraus einen stimmungsvollen Frühlingsausflug.
Der Zugang zum Markt erfolgt über den Eingang am Wredeplatz (Kirchenplatz), beim Durchgang in den Schlossgarten links von der Basilika.
Eintritt:
6 Euro pro Tag (Kinder bis 15 Jahre frei)
Ticket für beide Wochenenden: 12 Euro
Termine:
20.–22. März 2026
27.–29. März 2026
Öffnungszeiten:
Fr: 15:00 – 21:00 Uhr
Sa & So: 11:00 – 19:00 Uhr
Kulinarik bis 21:00 Uhr

































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