Blackout: Feuerwehren in Rolle des Unterstützers

Peter Ramsauer ist seit 2019 Kommandant des Feuerwehr-Abschnittes Mondsee, zu dem 15 Feuerwehren gehören. ML24 sprach mit dem Abschnittskommandanten über die Aufgaben der Feuerwehr im Falle eines Blackouts.

Geht es nach Experten, so ist ein Blackout in den nächsten Jahren mit 98prozentiger Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Das bedeutet, dass eine Vorbereitung auf ein derartiges Szenario nicht für Kommunen, sondern auch für die Bevölkerung notwendig ist. „Wir Feuerwehren sind angehalten, die Notstromversorgung in unseren Feuerwehrhäusern und Depots sicherzustellen. Daran arbeiten wir gerade mit den Gemeinden“, sagt Ramsauer. Die Gemeinden sind zuständig für Ankauf und Finanzierung der Aggregate.

„Im Prinzip ist ein Blackout Sache der Behörden, die Feuerwehr befindet sich da in der Rolle des Unterstützers“, so der engagierte Kommandant. „Wir werden aktiv, wenn uns eine Gemeinde anfordert.“ Dann aber kann die Feuerwehr in vielen Bereichen zeigen, was sie kann. Vom Lotsendienst über Türöffnungen bei stecken gebliebenen Fahrstühlen, diverse Unterstützungsleistungen bis hin zur Bereitstellung von Infrastruktur für Essensbereitung und Schlafmöglichkeiten.

“Im Fall des Falles können wir da vom Landesfeuerwehrkommando rasch Hilfe bekommen, da sind wir sehr gut aufgestellt“, sagt Ramsauer im Gespräch mit ML24. Dass Erfahrungswerte beim Umgang mit einem großflächigen Blackout fehlen, bereitet dem Abschnittskommandanten zwar Sorgen, aber: „Wahrscheinlich muss immer zuerst etwas passieren, bis man weiß, wie man mit solchen Ereignissen wirklich umgeht. Das war bei dem Jahrhunderthagelunwetter heuer genauso.“

Plädoyer gegen Zusammenlegungen von Feuerwehren.
„Wir sind froh, dass wir an jeder Ecke eine Feuerwehr haben“, sagt Peter Ramsauer und plädiert gegen die Zusammenlegung von Feuerwehren. Das Prinzip der Feuerwehr in der Nachbarschaft sei im Sinne der Nachbarschaftshilfe das Beste. Jeder wolle zunächst in seiner Nachbarschaft helfen. Eine Zusammenlegung zu größeren Einheiten würde ehrenamtliche Hilfe quasi anonymisieren. Was gerade in Zeiten wie diesen ein starkes Argument ist.

Norbert Blaichinger


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